Hybrid AutoPress liegt bei Apple – nach fünf Builds und einer Ziege

Hybrid AutoPress ist bei Apple eingereicht. Davor lagen ein Tag mit fünf Testversionen, ein Ziegenfoto mit 4 MB und die Erkenntnis, dass Apples JPEG seine ganz eigene Vorstellung von „Qualität 80“ hat.

Seit heute Morgen, 8:30 Uhr, liegt Hybrid AutoPress bei Apple: Version 1.0 für iPhone, iPad und Mac, samt den beiden Abos für AutoPress Pro. Die App lädt Markdown-Dateien stapelweise zu WordPress hoch, mit Bildern, Kategorien und SEO-Feldern. Sie ist die zweite Hälfte zu meinem Editor Hybrid: Dort entsteht der Text, mit AutoPress landet er auf der Website.

Jetzt heißt es warten. Zeit genug, um zu erzählen, wie turbulent der Tag davor war.

Fünf Builds an einem Tag

Normalerweise freut man sich über eine Testversion am Tag. Gestern waren es fünf. Jede hat ein Problem gelöst und mir das nächste gezeigt.

Zuerst die Fotos. AutoPress fragt auf iPhone und iPad jetzt beim ersten Start, ob es an die Mediathek darf. Wer Nein sagt, verliert nichts und wählt Fotos weiter einzeln aus.

Dann fehlte in einem Testdokument ein Bild, und ich hielt prompt die neue Freigabe für kaputt. Falsch geraten. Hybrid hatte das Bild in seinem eigenen App-Speicher abgelegt, und da kommt keine andere App heran, egal mit welcher Erlaubnis. AutoPress sagt das jetzt klar, sucht das Bild zusätzlich neben dem Dokument und lässt es notfalls mit einem Tipp ersetzen.

Der Auftritt der Ziege

Der Star des Tages war eine weiße Ziege aus dem Oberwald in Karlsruhe. Ihr Foto sollte als Beitragsbild dienen und kam in WordPress als PNG mit satten 4 MB an. Eingestellt war JPEG.

Schuld war eine Eigenheit des Systems. Dreht es ein iPhone-Foto aufrecht, hängt es einen Transparenzkanal an, in dem nichts Durchsichtiges steckt. Die App hielt die Ziege deshalb für transparent und ließ sie vorsichtshalber als PNG. Jetzt schaut sie sich die Pixel selbst an.

Im nächsten Build kam die Ziege brav als JPEG, aber mit 748 KB. Immer noch zu viel, denn fürs Web gelten 100 bis 200 KB als gesund. Beim Nachmessen kam die eigentliche Überraschung: Apples JPEG versteht unter „Qualität 80“ etwas völlig anderes als der Rest der Welt. Die Dateien wurden zwei- bis viermal so groß wie WebP bei ähnlicher Einstellung, und zwischen Stufe 80 und Stufe 35 sah man bei normaler Größe kaum einen Unterschied.

Die weiße Ziege aus dem Oberwald in Karlsruhe

Also arbeitet AutoPress jetzt mit einem Budget. Ist ein Bild zu schwer, sinkt die Qualität schrittweise, und sehr detailreiche Fotos schrumpfen notfalls auf 1200 Pixel. Meine Testfotos landeten damit zwischen 78 und 178 KB. Der fünfte Build zog die logische Konsequenz: WebP ist ab sofort Standard. Und das Bild oben habe ich aus der Apple Fotomediathek einfach in Hybrid reingezogen und Autopress hat es als WebP mit hochgeladen. Cool.

Die Nacht der Kleinigkeiten

Abends kam der Papierkram. Weil die Screenshots noch „JPEG“ zeigten, mussten alle neu: 225 Bilder für Mac, iPad und iPhone in neun Sprachen. Zum Glück erledigen das Skripte.

Beim Durchsehen der Angaben in App Store Connect tauchte dann einiges auf. In den Suchbegriffen standen Namen fremder Produkte, was Apple gar nicht mag. Kategorie, Altersfreigabe und Copyright fehlten. Und der Preisplan existierte zwar, enthielt aber keinen Preis. Auch „kostenlos“ will ausdrücklich eingetragen sein.

Zwei Klicks vor dem Ziel

Spät in der Nacht war alles bereit, und Apple sagte trotzdem Nein. Es fehlte die Erklärung zum Datenschutz. Die Antwort ist simpel: AutoPress erhebt keine Daten.

Heute Morgen habe ich es nachgeholt und dabei gelernt, dass „gespeichert“ bei Apple nicht „veröffentlicht“ heißt. Erst ein blauer Knopf oben rechts macht die Angabe gültig. Danach wollten noch die Abos von Hand an die Version gehängt werden, denn die ersten Abos einer App prüft Apple nur zusammen mit der App selbst.

Kurz darauf war die Einreichung durch. Sobald Apple grünes Licht gibt, erscheint Hybrid AutoPress automatisch im App Store. Bis dahin steht alles Wissenswerte auf hybrid-autopress.com.