Es ist geschafft: Beide Apps sind im Store. Mein Markdown-Editor Hybrid, den es seit ein paar Wochen für den Mac gibt, läuft jetzt auch auf iPhone und iPad. Und Hybrid AutoPress, mein Uploader für WordPress, ist im App Store und im Mac App Store erschienen, für alle drei Geräte auf einmal.
Damit ist der Arbeitsablauf komplett, für den ich die beiden Apps gebaut habe. In Hybrid entsteht der Text, mit AutoPress kommt er auf die Website. Am Schreibtisch, auf dem Sofa oder im Zug.
Hybrid: Wer hat das geschrieben?

Hybrid beantwortet eine Frage, die sich beim Schreiben mit KI ständig stellt: Welcher Satz stammt von mir, welcher von der Maschine, welcher aus einer Quelle? Was ich tippe, gilt automatisch als meins. KI-Text markiere ich selbst mit einem Tipp, Quellen bekommen einen Namen und eine Farbe. Die Seitenleiste zeigt, wie groß welcher Anteil ist. Im gespeicherten Markdown bleibt davon nichts als sauberer Text.
Auf iPhone und iPad kann Hybrid, was die Mac-Version kann:
- Gemeinsam schreiben in Echtzeit über iCloud, auch gemischt zwischen Mac, iPad und iPhone. Eingeladene schreiben ohne eigenes Abo mit.
- Live-Vorschau, auf dem iPad direkt neben dem Text, auf dem iPhone mit einem Tipp.
- Zwei KI-Antworten vergleichen, nebeneinander und mit markierten Unterschieden.
- Export als PDF und Word, als sauberes Markdown oder als HTML für WordPress und andere CMS.
- Versionsverlauf in der eigenen iCloud und eine Sperre mit Face ID.
Bis dahin war es ein längerer Weg. Zwölf Testversionen und vier Betarunden hat die iOS-Version gebraucht, und dann hat Apple sie wegen eines einzigen Wortes abgelehnt. Die Geschichte dazu steht im Beitrag „Abgelehnt wegen sieben Buchstaben“. Kurz gesagt: In China ist Hybrid nicht erhältlich, überall sonst schon.
Hybrid ist kostenlos zu laden und sieben Tage lang voll nutzbar. Danach braucht es das Abo Hybrid Pro, in Deutschland 2,99 € im Monat oder 29,99 € im Jahr. Es gilt auf allen Geräten. Ohne Abo bleibt Hybrid ein Lesegerät: Öffnen und Lesen gehen weiter, Bearbeiten und Exportieren nicht. Hybrid läuft ab iOS und iPadOS 16 sowie ab macOS 13.
AutoPress: Ein Ordner rein, eine Website raus
AutoPress lädt Markdown-Dateien zu WordPress hoch, viele auf einmal. Aus jeder Datei wird ein Beitrag oder eine Seite, mit Überschriften, Listen, Tabellen und Bildern. Alles kommt als einzelne, bearbeitbare Blöcke im Block-Editor an, nicht als ein großer HTML-Klumpen.
Die Bilder verkleinert AutoPress vor dem Hochladen auf Web-Größe, auf Wunsch mit Zuschnitt und Bildnachweis in der Ecke. Kategorien, Schlagwörter und SEO-Felder für Yoast SEO, Rank Math, SEOPress und Jetpack lassen sich gleich mitgeben. Ein ganzer Stapel lässt sich staffeln, etwa ein Beitrag pro Tag.
Ein Konto bei mir braucht niemand. AutoPress spricht nur mit der eigenen Website, über ein WordPress-Anwendungspasswort, das im Schlüsselbund liegt und sich im WordPress-Profil jederzeit widerrufen lässt. Tracking gibt es keins.
Die letzte Runde mit App Review
Eingereicht hatte ich AutoPress am 1. Oktober, nach fünf Builds an einem Tag und einer Ziege. Die Mac-Version kam mit einer Liste zurück.
Der erste Punkt war eine Formsache. Im Untertitel stand „WordPress“, und fremde Markennamen haben dort nichts verloren. Er heißt jetzt „Markdown ins Blog hochladen“, in allen neun Sprachen.
Der zweite Punkt war mein Fehler. Die Prüfer konnten sich nicht an der Test-Website anmelden, weil das Anwendungspasswort, das ich ihnen hinterlegt hatte, nicht mehr galt. Ein neues war schnell angelegt. Und die App erklärt jetzt genauer, woran eine Anmeldung scheitert, statt pauschal eine gesperrte Schnittstelle zu melden.
Der dritte Punkt war lehrreich. „Im Browser anmelden“ wirke, als passiere nichts, schrieb Apple. Tatsächlich passierte etwas, nur zeigte die App die Fortschrittsanzeige und die Fehlermeldung unterhalb des sichtbaren Fensterrands. Jetzt steht beides direkt unter dem Knopf. Dazu wollte Apple einen Menübefehl, der das geschlossene Hauptfenster wieder öffnet. Er heißt „Hauptfenster einblenden“ und steht jetzt im Fenster-Menü, mit Befehl-0.
Zwei Builds später war alles erledigt.
AutoPress ist kostenlos zu laden und sieben Tage lang voll nutzbar, ohne Konto und ohne Zahlungsdaten. Danach gibt es AutoPress Pro, in Deutschland für 2,99 € im Monat oder 24,99 € im Jahr. Ohne Abo läuft die App als kostenlose Version weiter: ein Dokument pro Upload, Bilder in voller Größe, keine Planung und keine Metadaten-Felder. AutoPress braucht iOS oder iPadOS 17 oder macOS 14 und eine WordPress-Website ab Version 5.6, die per https erreichbar ist.
Wie es weitergeht
Noch gehen Texte über eine Datei von Hybrid zu AutoPress. Das soll direkter werden. Als Nächstes bekommt Hybrid einen Knopf „An AutoPress senden“, der ein Dokument samt Bildern mit einem Klick übergibt. Beide Updates sind in Arbeit und gerade im Test.
Mehr zu den beiden Apps steht auf hybrid-editor.com und hybrid-autopress.com. Und wer eine der Apps ausprobiert: Ich freue mich über Rückmeldungen, gern auch über eine Bewertung im App Store.

